Selfmade Abenteuer auf Koh Samui

​06.10.2016 – Unbekannte Spinnen und spinnende Asiaten

04:30 Uhr – der Wecker klingelt 😭 Was soll das??? Ich hab doch Urlaub 😔
Ursprünglich hatten wir die Fähre nach Koh Samui um 9 Uhr gebucht, aber aus irgendwelchen Gründen, fuhr die heute nicht 😒 Also sind wir auf die um 06:30 Uhr ausgewichen 🙊 Wir waren auf Koh Samui nämlich mit Dennis und Janine verabredet und konnten deshalb nicht noch den halben Tag auf Koh Tao rumgammeln ☝

Beim Auschecken bekamen wir an der Rezeption ein Doggybag mit. Voll süß 😄 Schließlich gab es Mitten in der Nacht ja noch kein Frühstück 🙈 Ich hab mir das Obst, in Form von 2 Bananen 🍌🍌 und 2 Äpfeln 🍎🍎 unter den Nagel gerissen und Thorben hat sich um die Croissants gekümmert. Das nenn ich mal Arbeitsteilung 😂 Die gekochten Eier haben wir allerdings beide unberührt gelassen 🙊😂

Die Fähre war um einiges komfortabler, als die auf der Hinreise. Wir konnten drinnen gemütlich sitzen und sogar noch eine Mütze Schlaf nachholen 😏💤

Im „Peace Resort“ war man nicht überrascht, als wir bereits um 09:30 Uhr ankamen. Sie haben uns direkt wiedererkannt und hatten schon alle Unterlagen parat, ohne dass wir uns ausweisen oder einen Voucher vorlegen mussten. Welch ein Service 😊 Wir konnten sogar schon sofort den Bungalow beziehen, obwohl normalerweise immer erst um 14 Uhr Checkin ist 😄 Da im Hotel noch immer Umbauarbeiten im Gange sind, erhielten wir erneut ein kostenloses Upgrade. Leider war der Bungalow nicht ganz so neu, wie der letzte vor einer Woche 😔 Wir haben uns aber entschieden, jetzt nicht nochmal zu wechseln. Es sind ja bloß 2 Nächte und wir sind ohnehin nur zum Schlafen im Zimmer. Grundsätzlich ist es die gleiche Kategorie, nur wie es scheint schon ein paar Jahre länger in Benutzung und mit anderem Grundriss. Leider kein sonderlich vorteilhafter Grundriss 🙈

Um 10:30 Uhr trafen uns wie verabredet mit Janine und Dennis, die total zufällig nur zwei Hotels weiter wohnen 😂 Bei Jürgens Rollerverleih hatten wir uns Motorroller geliehen, welche sogar direkt ins Hotel gebracht wurden und morgen auch wieder abgeholt werden 👍 Thorben musste sich kurz an den Linksverkehr gewöhnen, aber nach kurzer Zeit ging das dann doch recht flüssig 😉

Wir wollten gerne einen der Wasserfälle im Inselinneren besuchen. Bei Nummer 1 wurden wir schonmal direkt enttäuscht. Auf dem Fußweg nach oben, sind wir nach kurzer Zeit wieder umgedreht, da sich herausstellte, dass kein Tropfen Wasser den Fall herabfällt 🙊

Also weiter zum nächsten, auf der anderen Seite der Insel. Nach 14 Kilometern waren wir dann am Aufstieg zum Wasserfall und zur Jeepsafari. Hier gab es außerdem einen Zoo mit Affenshow und Elefantenreiten. Mir hat so schrecklich das Herz geblutet, als ich diese armen Geschöpfe gesehen habe 😢 Wie können Menschen nur so grausam sein. Ich bin fassungslos 😔 Wir entschieden uns für den Fußweg, denn Geld sollten diese Tierausbeuter und Tourismus-Kapitalisten von uns ganz sicher nicht bekommen 😠
Ab dem Basislager auf halber Höhe, ging es dann ohne Betonstraße, nur auf Sand und Wurzeln, mit ca. 50% Steigung weiter 😱 Und ich mit meinen Bergsteiger-Espandrilles, ist klar 😂 Der Wasserfall war dann allerdings weniger die Attraktion, weil auch hier nur relativ wenig Wasser den Weg ins Tal suchte 🙈 Hat wohl nicht genug geregnet in letzter Zeit… Aber der Ausblick ins Tal und zum Meer war dafür umso beeindruckender 😊 Was mir allerdings extrem die Laune verdorben hat, waren diese verkackten Moskitos 😣 Die haben mich regelrecht als Zapfanlage mißbraucht. Aktuell zähle ich 21 Stiche, NUR VON DORT OBEN!!! Innerhalb von 5 Minuten 😭😭😭 Und Thorben? Der hat GAR KEINEN 😱 Warum? Warum ich? Aaaahhhhhh!!!!

Der Abstieg auf der anderen Flussseite war dann alles andere als romantisch. Die Thais haben hier Betonstraßen angelegt, auf denen sie Touristen in Jeeps durch künstliche Flüsse und über die Hügel fahren und nennen das ganze dann Safari 😒 Der Weg wurde allerdings offenbar schon länger nicht benutzt. Hier lag überall Gestrüpp rum und für einen kurzen Augenblick hatte ich sogar fast Todesangst 😱
Ich wäre fast in ein, quer über den
ganzen Weg gespanntes, Spinnennetzt gelaufen 😨
Nur einen Millimeter vorher hab ich das gelb schimmernde Netz 🕸 gesehen und bin direkt zurück gewichen. Hab den anderen gesagt, dass sie sofort anhalten sollen und erst dann fiel mein Blick nach links auf die ca. 15 cm!!! große Spinne (Durchmesser mit Beinen) 🕷😱
Oh Gott! Was wenn sie giftig ist? Oh nein. Und jetzt? Den ganzen Weg, die steile Betonpiste wieder rauf? Vor so einer Begegnung hatte ich immer Angst. Ein unbekanntes Tier, mitten im Dschungel und keine Menschenseele in der Nähe, weil wir natürlich den inoffiziellen Weg genommen haben 🙈 Aber Thorben, der immer einen absolut kühlen Kopf bei soetwas bewahrt, hat einfach einen Palmenwedel 🌴 vom Boden aufgehoben und das Nest der Riesenspinne zerstört. Das tat mir jetzt direkt schon wieder leid… Aber sie kann sich ja ein neues bauen. Sorry 🙊 Hab dann später mal Google den Schlauscheisser zu der Spinne befragt und herausgefunden, dass sie ungiftig war. Puh 😧 Das beruhigt schon echt ungemein 😏

Das Abenteuer war allerdings noch nicht zu Ende. Bald kamen die Jeeps wieder in Sicht, die mit Vollgas die Betonpisten rauf und runter jagten. Hinten drin, wie oben drauf, kreischende Asiaten. Offensichtlich ist das hier für die sowas wie Achterbahn fahren im Heide Park 😒 Da wir einen Teil unseres Rückwegs über genau diese Straßen gehen mussten, war äußerste Vorsicht geboten. Keine Ahnung, ob die „Ranger“ darauf achten, ob da Passanten auf den Wegen unterwegs sind 🙊 Ist aber gerade so alles gut gegangen.  An der Jeepsammelstelle wurde einem das komplette Ausmaß dieser touristischen Massenabfertigung dann wieder bewusst. Hunterte asiatische Touris, die völlig planlos umherirrten und mittendrin Touristenführer, die über Mikrofon und Lautsprecher verzweifelt versuchten die Meute einigermaßen in den Griff zu bekommen. Es war echt zum Abgewöhnen 😒

Wir waren wieder auf halber Höhe angekommen, von wo aus wir auf der anderen Seite zum Wasserfall rauf gestiegen waren. Hier hatte das Touristencamp einen Betonpool angelegt, in den man über 2 bunte Wasserrutschen rein rutschen konnte. Natürlich nur gegen Bezahlung, ist klar! 300 Baht pro Erwachsenen für eine halbe Stunde rutschen. Die haben sie doch echt nicht alle. Wir durften ja auch schon 100 Baht dafür bezahlen, dass wir überhaupt rauf zum Wasserfall klettern durften 😒 Na wenigstens war ein Gutschein für eine Flasche Wasser mit drin, den haben wir auch direkt erstmal eingelöst. Zum Abkühlen und zur weiteren Lagebesprechung haben wir uns auf die Poolkante gesetzt und die Beine ins kalte Wasser gehalten. Das tat gut 😏💦

Wir beschlossen, mit den Rollern in Richtung Strand zu fahren, da wir eigentlich noch ganz gern irgendwo schwimmen gehen wollten 👙🏖 Leider war der Strand allerdings weniger touristisch erschlossen 😕 Also erstmal nix mit schwimmen. Aber unsere Mägen begannen langsam sich zu melden. Es war mittlerweile halb 3 und Thorben und ich hatten ja bisher nur das spärliche Frühstück aus unseren Doggybags. An einem Thai Imbiss an der Straße machten wir Halt und bestellten 3 Pad Thai und einmal Hühnchen süß sauer. Es war eine kleine Herausforderung, der Bedienung klar zu machen, dass ich weder Fleisch, noch Ei in meinem Pad Thai haben wollte. Aber irgendwie hat es doch geklappt 😄 und es war mega lecker! Diese Straßenstände sind vielleicht optisch und sicherlich auch hygienisch nicht gerade das, was wir aus Deutschland gewöhnt sind, aber kochen, das können die 😊❤ Und dann auch noch fast geschenkt 😱 Thorben und ich haben für 2 Essen und 2 Cola nur 150 Baht bezahlt. Das sind gerade mal 3,75€ 😱 What??? Da kommt man sich ja fast schon komisch vor, wenn man ein Trinkgeld von 50 Baht gibt und sich hinterher ausrechnet, dass das zwar 33%, aber trotzdem bloß 1,25€ sind 🙈

Nach dem Essen beschlossen wir, dass Strand zu Gunsten einer kurzen Dusche im Hotel ausfallen musste 🚿 Es war plötzlich doch schon später, als gedacht. Ich hatte nämlich für’s Abendessen im „The Cliff“ reserviert. Hab in der Fliegerbroschüre letzte Woche eine Anzeige von dem Laden gesehen und dachte, da könnte man ja einmal chic essen gehen. Chic war es tatsächlich und lecker war das Essen auch, aber für die ziemlich kleinen Portionen, wurde echt ein happiger Preis aufgerufen. Europäische Verhältnisse, das waren wir mittlerweile nicht mehr gewöhnt. Und ich hab mich auch im Nachhinein ganz schön darüber geärgert, dass ich das vorgeschlagen hatte. Passiert mir nicht noch mal 😒

Auf dem Rückweg haben wir an einem Tesco angehalten, da ich noch neues Duschgel brauchte. Dieser Megasupermarkt war wieder mal ein totaler Kulturschock. Einerseits ein Flair wie in den Staaten, andererseits die erneute Erkenntnis, dass die Einstellung zu „frischem“ Fleisch hier echt anders ist. Mitten im Laden stehen offene Metallwannen ohne Abdeckung, voll mit Fleischstücken verschiedener Sorten. Jeder bedient sich nach Belieben, teilweise auch einfach mit den Händen 😣

Kurz vor unseren Hotels, zeigten uns Dennis und Janine noch, wo sie die letzte Woche regelmäßig den Abend verbracht haben. „Fisherman’s Village“ ist eine Mischung aus Einkaufs-, Restaurant- und Kneipenmeile, direkt am Stand. Hier schlenderten wir noch ein wenig auf und ab und genossen zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages, auf riesigen Sitzsäcken direkt am Strand, unseren letzten gemeinsamen Drink 🍹 Morgen früh fliegen die beiden wieder nach Hause. Wir dürfen aber noch einen Tag den wunderschönen Pool des Peace Resort genießen 😊❤👙💦

Süße Grüße, eure Steffi 💙

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